Wohnformen – Definition und Wohnqualität

Wenn man von „Wohnformen“ spricht ist die Unterscheidung zwischen einer Wohnung im Mehrfamilienhaus bzw. im mehrgeschossigen Wohnungsbau, einem Reihenhaus und einem freistehenden Ein- oder Zweifamilienhaus gemeint.

Auch die verschiedenen Arten des Zusammenlebens werden gerne als Wohnformen beschrieben. Darunter fallen auch Begriffe wie „betreutes und/oder betreubares Wohnen, Wohngemeinschaften, Cohousing, Wohnen für Hilfe, Integriertes Wohnen“ etc., die wir im Handbuch noch ausführlicher erläutern werden.

Wohnqualität entsteht, wo das Leben vereinfacht und bereichert wird. Darunter fallen auch „Geborgenheit durch entsprechende Raumgestaltung“, „alters- und diversitätsgerechte Grundrisse“ oder das Potential, Wohnen in Gemeinschaft mit unterschiedlichsten Nähe- und Distanzgraden und in unterschiedlichsten Konstellationen (Alter, Inner- und Außerfamiliär) zu ermöglichen.

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Gibt es präferierte Wohnformen?

Im Rahmen der Gruppendiskussion und der Interviews wurde ein breites Spektrum an Möglichkeiten für Gemeinschaft beim Wohnen aufgezeigt. Von getrennten Wohneinheiten bis hin zur Wohngemeinschaft – alles ist denkbar.

Jedoch wollen alle einen eigenen Bereich, der Privatsphäre und Rückzugsmöglichkeiten bietet. Über die notwendige Größe des eigenen Bereichs gibt es keine einheitlichen Aussagen, doch der Wunsch nach Privatsphäre zieht sich teilweise durch bis zum eigenen Eingang, möglichst auch noch mit eigenem Zugang in den Garten.

Ausschließliche Gemeinschaftsküchen will (noch) niemand, Bad und WC zu teilen ist für einige vorstellbar. Hierbei gilt es allerdings zu beachten, dass eine Verdoppelung von Nasszellen und Installationen sehr aufwändig ist und sich deshalb auch massiv auf die Kosten auswirkt.

Auch der Garten und eine Terrasse/Balkon können gemeinsam genutzt oder aufgeteilt werden. Der Wunsch nach einem eigenen Bereich besteht auch im Freiraum.